Hochzeits-Vorbereitungs-Seite

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Liebe Brautpaare!
Die Ehe ist heute nicht mehr der sichere Hafen, der vor jedem Unwetter
schützt. Charles Péguy sprach von den
Eheleuten als den "wahren Abenteurern des 20. Jahrhunderts". Da ist
was dran, und das gilt auch im 21. Jahrhundert. Die Fahrt auf die offene See
ist spannend. Sie hat wirklich viel mit "Trauung" zu tun - mit
Vertrauen und Zutrauen. Zwei Menschen, die heiraten, trauen sich, riskieren
sich, muten sich einander zu. Auf diesen Seiten finden Sie Hinweise zur
Vorbereitung und Durchführung der kirchlichen Hochzeit.
Heiraten in
unserer Gemeinde?
Sie wollen heiraten?
Wahrscheinlich hat einer unserer Geistlichen Sie nach einer ersten
Kontaktaufnahme auf diese Internetseite hingewiesen. Sie können unter
mehreren Geistlichen wählen: Je nach Terminplan können Pfarrer Menges,
Pfarrer van der Heyden, Kaplan Uchtmann, Diakon Blankenburg oder Diakon
Laschinski bei Ihrer Hochzeit assistieren. Wir werden tun, was wir können,
um Ihnen dabei zu helfen, dass Ihre kirchliche Hochzeit wirklich ein Fest wird.
Ihre Freunde und Bekannten sollten nach der Hochzeit sagen können:
„Das in der Kirche hat wirklich zu den beiden gepasst“ – das
wäre dann ein Zeichen, dass die Hochzeit auch wirklich gelungen ist.
Für Sie sind bis dahin
einige Hürden zu nehmen. Sie sollten folgende Dinge beachten:
Was ist
eigentlich das Besondere an einer "christlichen Ehe"?
Heiraten - das bedeutet,
dass zwei Menschen für ein Leben lang beieinander bleiben wollen. Sie
lieben sich, haben gelernt, sich zu vertrauen und entscheiden sich für ein
gemeinsames Leben. Sie sind auf ihrem Weg so weit, dass sie sagen können:
"Ja, wir trauen uns..." Bei der Hochzeit bekennt sich das Paar
öffentlich zueinander. Alle sollen es wissen und die Menschen, die dem
Paar etwas bedeuten, sollen die Entscheidung mitfeiern. Zwischen der standesamtlichen
Heirat und der kirchlichen Trauung lagen vor zwanzig, dreißig Jahren in
der Regel nur wenige Stunden. Das hat sich heute entscheidend geändert.
Zivileheschließung und kirchliche Trauung gehören nicht mehr
automatisch zusammen. Das Bewusstsein ist gewachsen, dass die kirchliche
Hochzeit eine andere Bedeutung hat als die standesamtliche.
Menschen, die an Gott
glauben, wissen um die Chancen und Bereicherungen, die ein Leben im Vertrauen
auf Gott schenkt. Sie erfahren ihr Leben als sinnvoll. Sie wissen sich auch
dort von Gott angenommen, wenn Sie leidvoll an Grenzen stoßen. Dieses
Wissen und diese Erfahrung machen Mut, Ja zu einer Partnerin / Ja zu einem
Partner zu sagen. Diese Paare wenden die christliche Glaubenshaltung, dass das
Leben im Vertrauen auf die bedingungslose Zusage Gottes an die Menschen
gelingt, ganz konkret auf einen wichtigen Lebensbereich an: das Leben als Paar.
Wenn ein Paar sich daher
öffentlich so in der Kirche zueinander bekennt, dann redet die katholische
Kirche von einem „heilmachenden Zeichen“,
von einem Sakrament: dem Sakrament der Ehe. In diesem Ehesakrament wird
für die Kirche sichtbar, wie Gott sich zu uns Menschen verhält: Er
will uns, umwirbt uns, liebt uns - so wie die Partner sich umwerben und lieben.
In der kirchlichen Trauung bittet die ganze Festgemeinde mit ihren Liedern und
Gebeten Gott darum, das Paar mit seiner Liebe zu segnen und ihm im Alltag
beizustehen. Gott macht damit den Bund der Eheleute zu einem Treuebund, in dem
er selbst gegenwärtig sein will in besonderer und zeichenhafter Weise, um
durch das Ehepaar seine Liebe und seinen Schöpfungswillen zu
vergegenwärtigen. Für (katholische) gläubige Christen ist es
deshalb sehr naheliegend, ihre Beziehung als religiöses Zeichen zu schließen:
als Sakrament der Ehe.
Die Entscheidung zu einer
kirchlichen Trauung erfordert einen freien und reifen Entschluss. Dieser muss
von den Eheleuten selbst getroffen werden. Es ist eine Entscheidung, an der
besonders die Kirche in sehr konsequenter Weise festhält. Es kann auch ein
Ausdruck von Ehrlichkeit sich selbst gegenüber sein, sich zunächst
nicht kirchlich trauen zu lassen (evtl. erst eine Segnungsfeier abzuhalten) und
die Entscheidung über eine Ehe noch weiter reifen zu lassen. Wir beraten
Sie in diesen Fragen gerne.
Der Trauungsgottesdienst -
katholischer Ritus
(wenn Sie evangelisch heiraten wollen, sieht alles
anders aus;
der evangelische Pastor müsste Ihnen dann den Ablauf erläutern)
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Trauungstexte:
Fragen an das
Brautpaar
Der Priester / Diakon
fragt den Bräutigam: N., ich frage Sie: Sind Sie hierher gekommen, um nach
reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss mit Ihrer Braut N. den
Bund der Ehe zu schließen?
Bräutigam: Ja
Priester / Diakon: Wollen Sie Ihre Frau lieben und
achten und ihr die Treue halten alle Tage ihres Lebens?
Bräutigam: Ja.
Der Priester fragt die
Braut: N., ich
frage Sie: Sind Sie hierher gekommen, um nach reiflicher Überlegung und
aus freiem Entschluss mit Ihrem Bräutigam N. den Bund der Ehe zu
schließen?
Braut: Ja.
Priester / Diakon: Wollen Sie Ihren Mann lieben und
achten und ihm die Treue halten alle Tage seines Lebens?
Braut: Ja.
Der Priester / Diakon
fragt beide zugleich:
Sind Sie beide bereit, die Kinder anzunehmen, die Gott Ihnen schenken will, und
sie im Geist Christi und seiner Kirche zu erziehen?
Braut und Bräutigam: Ja.
Priester / Diakon: Sind Sie beide bereit, als
christliche Eheleute Mitverantwortung in der Kirche und in der Welt zu übernehmen?
Braut und Bräutigam: Ja.
Segnung der
Ringe
Herr und Gott, du bist
menschlichen Augen verborgen, aber dennoch in unserer Welt zugegen. Wir danken
dir, dass du uns deine Nähe besonders dort spüren lässt, wo
Menschen einander lieben. Segne diese Ringe und segne die Brauleute, die sie
als Zeichen ihrer Liebe und Treue tragen werden. Lass in ihrer Gemeinschaft
deine verborgene Gegenwart unter uns Menschen sichtbar werden. Darum bitten wir
durch Jesus Christus unseren Herrn. Amen.
Vermählungsspruch
(auswendig lernen! notfalls hilft der Pfarrer als Souffleur)
Zuerst spricht der
Bräutigam, dann die Braut, jeweils einander zugewandt
Bräutigam: N., vor
Gottes Angesicht nehme ich dich an als meine Frau / meinen Mann. Ich verspreche
dir die Treue in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis
der Tod uns scheidet. Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines
Lebens.
Dann wird der Ring vom
Tablett genommen
Bräutigam: Trag diesen Ring als Zeichen unsrer
Liebe und Treue: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Nun wird der Ring in
aller Ruhe angesteckt.
Bestätigung
der Trauung
Die Brautleute geben
einander die rechte Hand. Der Priester / Diakon wickelt seine Stola darum
Priester / Diakon: Gott, der Herr, hat Sie als Mann und
Frau verbunden. Er ist treu. Er wird zu Ihnen stehen und das Gute, das er
begonnen hat, vollenden. Im Namen Gottes und seiner Kirche bestätige ich
den Ehebund, den Sie geschlossen haben. Sie, die Trauzeugen und alle, die
zugegen sind, nehme ich zu Zeugen dieses heiligen Bundes. "Was Gott
verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen." (Mt 19,6)
Danach folgt die klassische Einladung zum Kuss. Die Leute freuen sich,
klatschen, die Spannung lässt nach, die Stimmung ist gelöst... ;-)
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Soweit zum festgelegten Ritus.
Jetzt geht es um Sie:
Gestaltungsmöglichkeiten!
Die Hochzeit ist Ihr
Fest. Wenn die Gäste nachher sagen: "Das hat zu den beiden
gepasst", dann war es richtig. Dann haben Sie sich auch am wohlsten
gefühlt. Es lohnt sich sehr, Zeit und Energie in eine gute Vorbereitung
des Gottesdienstes zu investieren. Dann bekommen Sie die Feier viel bewusster
mit inmitten all der Aufregung. Der Ablauf des Gottesdienstes ist weitgehend
festgelegt, aber bei den einzelnen Elementen gibt es viel Spielraum.
Im Folgenden finden Sie
Vorschläge zu:
Mit Musik geht alles besser!
Wenn Sie zur Feier der Hochzeit Orgelmusik wünschen,
können Sie gern eine Organistin / einen Organisten aus unserer
Gemeinde ansprechen und ihn/sie dafür „engagieren“.
Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass Sie die Kosten (30-40 Euro)
für die Musiker selber tragen müssen. Auch eine professionelle
Sängerin
können Sie bitten, die Tauffeier zu begleiten: Amy Rodenburg aus unserer
Gemeinde hat die Tel.-Nr. 04133-4451.
Hier die Telefonnummern unserer Organisten – bitte nehmen Sie selber
Kontakt auf!
Frau Inge Nieberding: Tel.
04131-187475
Herr Egon Kretzer:
Tel.
04131-54315
Herr Domagoj Andric: Tel:
04131-53259
Herr Kirchfeld: Tel.
05850-1608
Frau Cordula Weidelt: Tel.
05823-7870
Frau Germeshausen: Tel.
04131-56423
Wenn der
Gottesdienst eine "Linie" hat, ist das von Vorteil. Vielleicht haben
Sie ein Symbol, das Ihnen in Ihrer Beziehung viel bedeutet. Auch ein
durchgehendes Thema ist möglich.
Zur
musikalischen Gestaltung
Zu einem
feierlichen Gottesdienst gehören Musik und Gesang. Ob Sie Orgel oder
Keyboard bevorzugen, hängt von Ihrem Geschmack ab. Bei der Anmeldung im
Pfarrbüro kann Ihnen die Sekretärin Namen und Telefonnummern der Organisten
nennen, die bei uns ab und zu spielen. Wenn Sie einen gefunden haben,
können Sie mit ihm die Instrumentalstücke absprechen, insbesondere
Einzug und Auszug. Die Lieder können Sie auch mit ihm oder mit dem
Priester besprechen. Für die Bezahlung des Organisten müssen Sie mit
ca. 50,- Euro rechnen. Vielleicht kennen Sie jemand, der Gitarre oder
Keyboard spielt und den Sie engagieren können. Das ist auch möglich.
Gerätschaften einschließlich Gitarrenverstärker müssten
Sie mitbringen. Eine schöne Solostimme hört man auch ganz gerne. Wir
haben eine sehr talentierte professionelle
Sängerin in unserer Gemeinde, die gerne bereit ist, bei Ihrer Hochzeit
zu singen. Auch hier gilt: Die Bezahlung müssen Sie selbst vornehmen.
Bei der Auswahl der Lieder
kommt es darauf an, dass die Anwesenden die Lieder kennen, bzw. wenn das nicht
der Fall ist, dass sie vor dem Gottesdienst eingeübt werden (wer macht
das?). Nichts schlimmer als wenn die Orgel spielt und tut und niemand singt
mit. Inhaltlich sollten wenigstens einige der Lieder im weitesten Sinne auch
mit Glaube und Gott zu tun haben.
Hier eine Auswahl
gängiger oder schöner Lieder aus dem Gotteslob (GL):
GL 257: Großer Gott,
wir loben dich
GL 258: Lobe den Herren
GL 262: Nun singt ein neues Lied dem Herren
GL 265: Nun lobet Gott im hohen Thron
GL 269: Nun saget Dank und lobt den Herren
GL 271: Das ist ein köstlich Ding (leider schwer zu singen!)
GL 289: Herr, deine Güt ist unbegrenzt
GL 291: Wer unterm Schutz des Höchsten steht
GL 300: Solang es Menschen gibt auf Erden
GL 558: Ich will dich lieben
GL 559: Mein schönste Zier
GL 621: Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr
GL 623: Worauf sollen wir hören
GL 637: Laßt uns loben, freudig loben
GL 638: Nun singe Lob, du Christenheit
GL 640: Gott ruft sein Volk zusammen
GL 642: Eine große Stadt ersteht
GL 830: Du, Herr, gabst uns dein festes Wort
GL 832: Ein Danklied sei dem Herrn
GL 902: Wende das Böse
GL 903: Laß uns in deinem Namen, Herr
GL 905: Gott erwartet euch
GL 909: Wo die Güte und die Liebe wohnt
GL 014: Erde singe
GL 016: Singt dem Herrn alle Völker und Rassen
GL 024: Gottes Liebe ist wie die Sonne
GL 025: Wie sichres Ufer ist die Liebe Gottes
GL 044: Liebe ist nicht nur ein Wort
GL 054: Kleines Senfkorn Hoffnung
GL 059: Manchmal feiern wir mitten am Tag
Das Feld der neuen
geistlichen Lieder ist ein weites. Wenn Ihnen eher dieser Stil zusagt, dann
kennen Sie sicher eine ganze Reihe davon. Im Zusammenhang mit der Musik stellt
sich die Frage, ob ein eigenes Textheft gestaltet werden soll. Viele
Brautpaare machen das als Erinnerung für sich und die Hochzeitsgäste.
In diesem Heft werden alle Lieder und Lesungstexte abgedruckt, vielleicht noch
ein Gruß- oder Dankeswort des Brautpaares.
Bibelstellen
zur Auswahl
Damit diese
Seite nicht zu lang wird, sind hier nur die Bibelstellen angegeben, die Inhalte
finden Sie in Ihrer eigenen Bibel.
Aus den Evangelien:
Matthäus 5,1-12a: Bergpredigt, Seligpreisungen
Matthäus 5, 13-16: Ihr seid das Licht der Welt
Matthäus 7, 21.24-29: Das Haus auf Felsen bauen
Matthäus 19, 3-6: Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht
trennen.
Matthäus 20,25-28: Der Menschensohn ist gekommen, um zu dienen.
Matthäus 22,35-40: Das Liebesgebot
Markus 10, 6-9: Die zwei werden ein Fleisch sein
Lk 12,22b-31: Ängstigt euch nicht!
Johannes 2, 1-11: Die Hochzeit zu Kana
Johannes 14, 12-17: Wer meine Gebote hält, der ist es, der mich liebt.
Johannes 15, 9-12: Bleibt in meiner Liebe
Johannes 15, 12-16: Dies trage ich euch auf: Liebt einander!
Johannes 17, 20-26: Ich will, daß alle eins sind
Aus dem
Alten Testament:
Genesis 1, 26-28: Gott schuf den Menschen als Mann und Frau
Genesis 2,18-24: Und die zwei werden ein Fleisch
Genesis 24, 48-51,58-67: Isaak und Rebekka
Rut 1,14-17: Dein Volk ist mein Volk, und mein Gott ist mein Gott
Tobit 7,6-14: Der barmherzige Gott schenke euch viel
Glück.
Tobit 8, 4b-8: Hab Erbarmen mit mir, und laß mich gemeinsam mit Sara ein hohes Alter
erreichen!
Sprichwörter 3,3-6: Nie sollen Liebe und Treue dich verlassen
Hoheslied 2, 8-10,14,16a; 8,
6.7a
Sprichwörter 31,10-31: Eine gottesfürchtige Frau verdient Lob
Jeremia 31, 31-32a, 33-34a: Der neue Bund
Hos 2,21-22: Ich traue mich dir an auf ewig
Aus dem
Neuen Testament:
Römerbrief 8, 31b-35.37-39: Was kann uns scheiden von
der Liebe Christi?
Römerbrief 12, 1-2.9-18: Bringt euch selbst als lebendiges Opfer dar, das
Gott gefällt.
Römerbrief 13, 8-10: Die Liebe schuldet ihr einander immer!
Römerbrief 15, 1b-3a.5-7.13: Nehmt einander an, wie auch Christus uns
angenommen hat
1 Korinther 6, 13c-15a.17-20: Eurer Leib ist ein Tempel des Heiligen Geistes
1. Korintherbrief 12,31 - 13,8a: Hätte ich die Liebe nicht, nützte es
mir nichts
Epheserbrief 3, 14-21: Die Liebe Christi verstehen
Epheserbrief 4, 1-6: Bewahrt die Einheit des Geistes
Epheserbrief 4, 23-24.32 - 5,2: Liebt einander, weil auch Christus uns geliebt
hat
Epheser 5, 1-2a.21-33: Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es auf
Christus und die Kirche
Philipperbrief 4, 4-9: Der Gott des Friedens wird mit
euch sein
Kolosserbrief 3, 12-17: Vor allem liebt einander, denn die Liebe ist das Band,
das alles zusammenhält und vollkommen macht
Hebräerbrief 13, 1-4a.5-6b: Die Ehe soll in Ehren gehalten werden
1. Petrusbrief 3, 1-9: Seid alle eines Sinnes, voll Mitgefühl und
brüderlicher (geschwisterlicher) Liebe
1. Johannesbrief 3, 18-24: Wir wollen in Tat und Wahrheit lieben
1. Johannesbrief 4, 7-12: Gott ist die Liebe
Offenbarung 9, 1.5-9a: Selig, wer zum Hochzeitsmahl des Lammes eingeladen ist
Selbstverständlich können Sie auch eine Stelle auswählen, die
nicht hier aufgeführt ist.
Fürbitten
/ eine Auswahl:
In den Fürbitten betet
die versammelte Gemeinde für das Brautpaar, dessen Familien, die lebenden und
verstorbenen Verwandten und Paten, aber auch in den Anliegen der Kirche und der
Welt, besonders für alle Eheleute und Familien. Die einzelnen Bitten
können von verschiedenen Personen gesprochen werden. Sie können diese
aus den nachfolgenden Beispielen auswählen oder sie selber formulieren
(wäre schöner!). Einleitung und Abschluss der Fürbitten sind
immer Aufgabe des Priesters.
Fürbitten
1
Zelebrant: Jesus Christus ist der Bruder und
Freund der Menschen, - er weiß um einen jeden von uns und kennt die
Wünsche unseres Herzens. Ihn bitten wir an diesem Hochzeitstag:
Zelebrant:
Herr, unser Gott,
du willst das Glück der Menschen. Dafür preisen wir dich in dieser
Stunde und zu allen Zeiten in der Einheit des Heiligen Geistes durch Christus,
unseren Herrn.
Alle: Amen.
Fürbitten
2
Zelebrant: Unser Herr Jesus Christus liebt die
Menschen und will, dass ihr Leben unter seinem Anspruch und Zuspruch gelingt.
Darum bitten wir ihn:
Zelebrant: Allmächtiger Gott, dein Sohn
hat gesagt: Bittet, und ihr werdet empfangen. Wir sind ihm gefolgt und haben
unsere Bitten ausgesprochen. So haben wir das feste Vertrauen, dass du uns
erhörst durch ihn Christus unseren Herrn.
Alle: Amen.
Fürbitten
3
Zelebrant: Im Namen unseres Herrn Jesus
Christus versammelt, wenden wir uns voll Vertrauen an unseren Fürsprecher
beim Vater im Himmel.
Zelebrant: Denn in deinem Kommen, Herr Jesus
Christus, hat Gott uns seine Treue erwiesen. Durch dich preisen wir den Vater
in der Einheit des Heiligen Geistes, jetzt und in Ewigkeit.
Alle: Amen.
Fürbitten
4
Zelebrant: Lasset uns beten:
Zelebrant: Darum bitten wir dich, gütiger
Gott und Vater, durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn sei dir Ehre und
Preis, Lob und Dank in der Einheit des Heiligen Geistes, jetzt und in Ewigkeit.
Alle: Amen.
Fürbitten
5
Zelebrant: Wenn Menschen sich verschenken, die
Liebe bedenken, dann kann das Leben zum Blühen kommen. Dich, der du die
Liebe bist, bitten wir:
Guter Gott, wir
möchten heute an die Verstorbenen der Familien denken und an alle, die uns
nahe standen. Vollende du ihr Leben in deiner Herrlichkeit.
Trausprüche
In manchen Gegenden ist es
üblich, dass sich das Brautpaar einen Trauspruch wählt, gleichsam als
Motto für das gemeinsame Leben. Zwar ist es nicht notwendig, einen
Trauspruch zu haben, aber er kann einem, besonders nach einigen Jahren, neue
Impulse geben.
Spezielle
Fragen zur Hochzeit
Aus nahe liegenden
Gründen sind die Formalitäten am einfachsten zu erledigen, wenn beide
Partner katholisch sind. Da die Liebe aber hinfällt, wo sie will, kommt
dieser Fall – gerade hier in der Diaspora – eher selten vor. Erste
diesbezügliche Fragen kann Ihnen die Sekretärin beantworten; auch
beim Gespräch mit dem trauenden Geistlichen wird es darum gehen. Aber hier
schon mal einige Hinweise:
katholisch +
evangelisch = ökumenisch?
So einfach ist es leider (noch) nicht.
Da es keine „Ökumenische Kirche“ gibt,
gibt es streng genommen auch keine
„Ökumenische Hochzeit“.
So sieht es das
Kirchenrecht. Im Verständnis der Leute gilt aber eine Hochzeit als
„ökumenisch“, wenn dabei Pastoren beider Konfessionen
„mitgemacht“ haben. In jedem Fall müssen Sie die Hochzeit in
beiden Konfessionen anmelden und das Gespräch mit dem kath. Priester
führen.
Für die Durchführung der Hochzeit gibt es dann zwei
Möglichkeiten:
1.
katholische Hochzeit: Die Feier läuft nach katholischem Ritus in einer
katholischen Kirche ab. Evtl. kann ein evangelischer Pfarrer dabei sein und
einige Gebete sprechen, muss aber nicht.
2.
evangelische Hochzeit: genau umgekehrt: Die Feier läuft nach evangelischem
Ritus in einer evangelischen Kirche. Evtl. kann ein katholischer Pfarrer dabei
sein und die Predigt halten, es muss aber nicht sein. Für die
Gültigkeit Ihrer evangelisch gefeierten Hochzeit auch nach katholischem
Verständnis braucht es für den katholischen Teil die
sog. Dispens von der Formpflicht. Es ist kein Problem, diese
Dispens zu bekommen, aber sie ist auch notwendig, damit die Ehe
kirchenrechtlich gültig ist.
Hochzeit zwischen Ausländern bzw. Auslandsdeutschen
Hier ist es oft
schwierig, einen Taufschein zu besorgen. Bitte bringen Sie rechtzeitig in
Erfahrung, ob ein Taufschein existiert bzw. besorgt werden kann. Wenn das nicht
möglich ist, sollten Sie jemand haben, der die Taufe bezeugen kann.
Schon mal verheiratet gewesen
In diesem Fall ist
eine weitere Heirat kirchlicherseits meist nicht
möglich. Aber wie immer bestätigen Ausnahmen die Regel. Hier ist in
jedem Fall ein Gespräch mit dem Priester nötig, um die Situation und
die Rechtslage zu klären. Falls eine sakramentale Eheschließung
nicht möglich ist, gibt es immer noch die Möglichkeit eines
Segensgottesdienstes.
Wenn ein Partner nicht Christ ist oder gar nicht an
Gott glaubt
... können Sie
trotzdem kirchlich heiraten. Für diesen Fall gibt es spezielle Texte, die
auf die jeweilige "Glaubenslage" Rücksicht nehmen. Niemand muss
also etwas gegen seine Überzeugung sagen (aber: die Auffassung von der Ehe
muss so sein, wie die Kirche sie sieht!). Schwierig wird’s, wenn einer
der Ehepartner katholisch ist, der andere aber aus der kath. Kirche ausgetreten
ist.
Sicherlich
bleiben Fragen offen. Diese Seite soll nur eine erste Information für Sie
darstellen. Freuen Sie sich auf das Gespräch mit dem Pfarrer, Kaplan oder
Diakon, und notieren Sie sich schon jetzt alles, was Ihnen unklar ist. Zum
Schluss eine Anregung zu einem partnerschaftlichen / gemeinsamen Gebet. Warum
nicht gleich jetzt!
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