Hochzeits-Vorbereitungs-Seite

                                                                           

 


"Unser Ja ist ein Ja.
Unser Ja ist kein Jaja.
Unser Ja ist kein Möglicherweise,
kein Unter Umständen,
kein Probeweise.
Unser Ja ist kein Naja.
Unser Ja ist ein Ja zu uns,
wie wir sind
und wie wir werden können."

(Josef Dimbeck)

Liebe Brautpaare!
 
Die Ehe ist heute nicht mehr der sichere Hafen, der vor jedem Unwetter schützt. Charles Péguy sprach von den Eheleuten als den "wahren Abenteurern des 20. Jahrhunderts". Da ist was dran, und das gilt auch im 21. Jahrhundert. Die Fahrt auf die offene See ist spannend. Sie hat wirklich viel mit "Trauung" zu tun - mit Vertrauen und Zutrauen. Zwei Menschen, die heiraten, trauen sich, riskieren sich, muten sich einander zu. Auf diesen Seiten finden Sie Hinweise zur Vorbereitung und Durchführung der kirchlichen Hochzeit.

Heiraten in unserer Gemeinde?

Sie wollen heiraten? Wahrscheinlich hat einer unserer Geistlichen Sie nach einer ersten Kontaktaufnahme auf diese Internetseite hingewiesen. Sie können unter mehreren Geistlichen wählen: Je nach Terminplan können Pfarrer Menges, Pfarrer van der Heyden, Kaplan Uchtmann, Diakon Blankenburg oder Diakon Laschinski bei Ihrer Hochzeit assistieren. Wir werden tun, was wir können, um Ihnen dabei zu helfen, dass Ihre kirchliche Hochzeit wirklich ein Fest wird. Ihre Freunde und Bekannten sollten nach der Hochzeit sagen können: „Das in der Kirche hat wirklich zu den beiden gepasst“ – das wäre dann ein Zeichen, dass die Hochzeit auch wirklich gelungen ist.

Für Sie sind bis dahin einige Hürden zu nehmen. Sie sollten folgende Dinge beachten:

  1. Taufscheine besorgen
    Der Taufschein / Mitgliedsschein Ihrer Kirchengemeinde (evangelisch oder katholisch) wird nur von dem Pfarramt ausgestellt, bei dem Sie getauft wurden. In der Regel bekommen Sie diesen Taufschein / Mitgliedsschein nach einem Anruf im jeweiligen Pfarramt zugesandt. Wenn Sie im Krankenhaus getauft worden sind, müssen Sie rauskriegen, in welcher Pfarrei das Krankenhaus lag.
     
  2. Hochzeit anmelden
    Kommen Sie zu den Bürozeiten im Pfarrbüro vorbei. Wir möchten dann gern folgendes von Ihnen wissen: Namen, Geburtstag und -ort, Staatsangehörigkeit, Konfession, Beruf, Adresse, Name und Konfession der Eltern. 5 Monate Vorlauf sind für die Terminabsprache nicht zuviel!
     
  3. Termine abmachen
    Bei diesem Besuch im Pfarrbüro wird auch der Hochzeitstermin festgelegt (in Hochzeiten sind wir oft schon frühzeitig belegt). Vielleicht haben Sie Glück und einer der Pfarrer, unser Kaplan oder der Diakon sind gerade da; dann können Sie mit uns gleich einen Gesprächstermin vereinbaren.

  4. Hochzeitskirche
    Hier gilt: Wenn beide Partner katholisch sind, können Sie grundsätzlich *nur* in einer *katholischen* Kirche heiraten. Wenn auch einige der evangelischen Kirchen unserer Gegend „schöner“ sind als unsere katholischen Kirchen: Es darf nicht in erster Linie um die Kulisse gehen! Die Hochzeit soll grundsätzlich dort stattfinden, wo Sie auch kirchlich „hingehören“. Ist einer der Partner evangelisch, kann die Hochzeit auch in einer evangelischen Kirche gefeiert werden. Bei etwaigen Kirchenaustritten eines Partners wird es noch einmal komplizierter. Hierüber sprechen Sie am besten direkt mit dem Pfarrer. 
     
  5. Überlegen
    Machen Sie sich ruhig jetzt schon Gedanken, wie Ihre Hochzeit gestaltet sein soll. Wir freuen uns, wenn Sie schon ein paar eigene Ideen haben!
     
  6. Gespräch mit dem trauenden Pfarrer / Kaplan / Diakon
    In diesem Gespräch geht es um verschiedene Dinge. Zum einen muss geklärt werden, ob überhaupt alle Voraussetzungen für eine Eheschließung erfüllt sind. Dann geht es um Information: Was versteht die katholische Kirche unter einer Ehe? Welches sind die Kernpunkte? Wenn Sie kirchlich heiraten, stellen Sie sich ja bewusst in die Kirche hinein. Schließlich wird ein erster Gottesdienstablauf aufgestellt. Um den zu vervollständigen, ist vielleicht ein weiteres Gespräch nötig. In jedem Fall muss ein so genanntes Ehevorbereitungs-Protokoll ausgefüllt werden. Wenn Sie möchten, können Sie unter dem folgenden Link schon einmal einen Blick auf die zu beantwortenden Fragen werfen: http://www.ulrichrhode.de/docs/evp.pdf
     
  7. Sich vorfreuen
    Wenn Sie bis hierher gekommen sind, bleibt immer noch genügend zu tun, zu organisieren und zu rödeln. Lassen Sie dabei die Freude nicht zu kurz kommen! Es wäre schade, wenn Sie völlig gestresst in den Hochzeitstag hineinstolpern. Gute Freunde vollbringen in dieser Phase wahre Wunder.
     
  8. Letzte Absprache
    Wenige Tage vor der Hochzeit ist es gut, nochmal mit dem trauenden Geistlichen zu reden, um letzte Unklarheiten zu beseitigen...

Was ist eigentlich das Besondere an einer "christlichen Ehe"?

Heiraten - das bedeutet, dass zwei Menschen für ein Leben lang beieinander bleiben wollen. Sie lieben sich, haben gelernt, sich zu vertrauen und entscheiden sich für ein gemeinsames Leben. Sie sind auf ihrem Weg so weit, dass sie sagen können: "Ja, wir trauen uns..." Bei der Hochzeit bekennt sich das Paar öffentlich zueinander. Alle sollen es wissen und die Menschen, die dem Paar etwas bedeuten, sollen die Entscheidung mitfeiern. Zwischen der standesamtlichen Heirat und der kirchlichen Trauung lagen vor zwanzig, dreißig Jahren in der Regel nur wenige Stunden. Das hat sich heute entscheidend geändert. Zivileheschließung und kirchliche Trauung gehören nicht mehr automatisch zusammen. Das Bewusstsein ist gewachsen, dass die kirchliche Hochzeit eine andere Bedeutung hat als die standesamtliche.

Menschen, die an Gott glauben, wissen um die Chancen und Bereicherungen, die ein Leben im Vertrauen auf Gott schenkt. Sie erfahren ihr Leben als sinnvoll. Sie wissen sich auch dort von Gott angenommen, wenn Sie leidvoll an Grenzen stoßen. Dieses Wissen und diese Erfahrung machen Mut, Ja zu einer Partnerin / Ja zu einem Partner zu sagen. Diese Paare wenden die christliche Glaubenshaltung, dass das Leben im Vertrauen auf die bedingungslose Zusage Gottes an die Menschen gelingt, ganz konkret auf einen wichtigen Lebensbereich an: das Leben als Paar.

Wenn ein Paar sich daher öffentlich so in der Kirche zueinander bekennt, dann redet die katholische Kirche von einem „heilmachenden Zeichen“, von einem Sakrament: dem Sakrament der Ehe. In diesem Ehesakrament wird für die Kirche sichtbar, wie Gott sich zu uns Menschen verhält: Er will uns, umwirbt uns, liebt uns - so wie die Partner sich umwerben und lieben. In der kirchlichen Trauung bittet die ganze Festgemeinde mit ihren Liedern und Gebeten Gott darum, das Paar mit seiner Liebe zu segnen und ihm im Alltag beizustehen. Gott macht damit den Bund der Eheleute zu einem Treuebund, in dem er selbst gegenwärtig sein will in besonderer und zeichenhafter Weise, um durch das Ehepaar seine Liebe und seinen Schöpfungswillen zu vergegenwärtigen. Für (katholische) gläubige Christen ist es deshalb sehr naheliegend, ihre Beziehung als religiöses Zeichen zu schließen: als Sakrament der Ehe.

Die Entscheidung zu einer kirchlichen Trauung erfordert einen freien und reifen Entschluss. Dieser muss von den Eheleuten selbst getroffen werden. Es ist eine Entscheidung, an der besonders die Kirche in sehr konsequenter Weise festhält. Es kann auch ein Ausdruck von Ehrlichkeit sich selbst gegenüber sein, sich zunächst nicht kirchlich trauen zu lassen (evtl. erst eine Segnungsfeier abzuhalten) und die Entscheidung über eine Ehe noch weiter reifen zu lassen. Wir beraten Sie in diesen Fragen gerne.


Der Trauungsgottesdienst  - katholischer Ritus
(wenn Sie evangelisch heiraten wollen, sieht alles anders aus;
der evangelische Pastor müsste Ihnen dann den Ablauf erläutern)

Gottesdienstelement

Kommentar / Gestaltungsmöglichkeit

Einzug von Brautpaar und Priester vom Hauptportal in die Kirche

Klassisch: Gemeinsamer Einzug unter brausendem Orgelspiel.
Manche Bräute möchten nach altem Vorbild an der Hand des Vaters ihrem Mann zugeführt werden. Geht auch, aber fragen Sie sich, ob es noch in unsere Zeit und in Ihr Eheverständnis passt. Dieser Ritus war im Mittelalter ein Zeichen der Übergabe der Tochter in den „Besitz“ des Mannes.

Eingangslied

Ob Sie Lieder aus dem Gotteslob oder moderne Kirchenlieder bevorzugen, ist egal. Wichtig ist, dass die Lieder bekannt sind und mitgesungen werden. Sonst wird's traurig...

Eröffnung des Gottesdienstes und einführende Worte des Priesters

Wenn Sie sich getrauen, kann auch das Brautpaar die Anwesenden begrüßen und einen Gedanken für den Gottesdienst vortragen.

Gebet

Priester / Diakon

Lesung aus der Bibel

Sie können eine Bibelstelle auswählen, die Ihnen gefällt. Sie muss nicht in dieser Auswahlliste stehen. Irgendwer aus dem Freundes- oder Verwandtenkreis liest den Abschnitt sicher gern vor.

Predigt

Je mehr Sie im Vorgespräch von sich erzählen, desto persönlicher wird die Predigt. Oder Sie schicken dem Pfarrer noch eine ausführliche Mail mit Ihrer Kennenlern-Geschichte, oder Sie bitten jemanden aus Ihrem Freundeskreis, Sie aus seiner Sicht zu schildern. Das ist meist sehr lustig.

Lied

Hier und nach der Trauung passt auch gut ein Instrumentalstück oder ein
Ave Maria. Eine Sängerin können wir vermitteln (siehe weiter unten).

Fragen an das Brautpaar

 Segnung der Ringe

 Vermählungsspruch der Brautleute

 Bestätigung der Trauung durch den Priester

Segnung des Brautpaares

Erinnerungsfotos sind schön, aber achten Sie darauf, dass nur ein Fotograf vorne steht, und dass dieser ruhig steht! Sonst konzentrieren Sie sich mehr auf ihn als auf den Partner / die Partnerin.

evtl. ein Lied

 

Fürbitten

auch hier wieder viel Gestaltungsspielraum: sie können eines der Modelle auswählen oder selber Fürbitten schreiben oder - ganz geschickt - Sie beauftragen Freunde damit.

Vater unser

 

Gebet

 

Segen

auch hier wieder Auswahl

Schlusslied

s.o.

Entlassung

Hier wäre auch noch Platz für ein Dankeswort der frisch Vermählten.

Auszug

wieder Orgelmusik oder andere Musik

Trauungstexte:

Fragen an das Brautpaar

Der Priester / Diakon fragt den Bräutigam: N., ich frage Sie: Sind Sie hierher gekommen, um nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss mit Ihrer Braut N. den Bund der Ehe zu schließen?
Bräutigam: Ja

Priester / Diakon: Wollen Sie Ihre Frau lieben und achten und ihr die Treue halten alle Tage ihres Lebens?
Bräutigam: Ja.

Der Priester fragt die Braut: N., ich frage Sie: Sind Sie hierher gekommen, um nach reiflicher Überlegung und aus freiem Entschluss mit Ihrem Bräutigam N. den Bund der Ehe zu schließen?
Braut: Ja.

Priester / Diakon: Wollen Sie Ihren Mann lieben und achten und ihm die Treue halten alle Tage seines Lebens?
Braut: Ja.

Der Priester / Diakon fragt beide zugleich: Sind Sie beide bereit, die Kinder anzunehmen, die Gott Ihnen schenken will, und sie im Geist Christi und seiner Kirche zu erziehen?
Braut und Bräutigam: Ja.

Priester / Diakon: Sind Sie beide bereit, als christliche Eheleute Mitverantwortung in der Kirche und in der Welt zu übernehmen?
Braut und Bräutigam: Ja.

Segnung der Ringe

Herr und Gott, du bist menschlichen Augen verborgen, aber dennoch in unserer Welt zugegen. Wir danken dir, dass du uns deine Nähe besonders dort spüren lässt, wo Menschen einander lieben. Segne diese Ringe und segne die Brauleute, die sie als Zeichen ihrer Liebe und Treue tragen werden. Lass in ihrer Gemeinschaft deine verborgene Gegenwart unter uns Menschen sichtbar werden. Darum bitten wir durch Jesus Christus unseren Herrn. Amen.

Vermählungsspruch
(auswendig lernen! notfalls hilft der Pfarrer als Souffleur)

Zuerst spricht der Bräutigam, dann die Braut, jeweils einander zugewandt

Bräutigam: N., vor Gottes Angesicht nehme ich dich an als meine Frau / meinen Mann. Ich verspreche dir die Treue in guten und bösen Tagen, in Gesundheit und Krankheit, bis der Tod uns scheidet. Ich will dich lieben, achten und ehren alle Tage meines Lebens.

Dann wird der Ring vom Tablett genommen

Bräutigam: Trag diesen Ring als Zeichen unsrer Liebe und Treue: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.

Nun wird der Ring in aller Ruhe angesteckt.

Bestätigung der Trauung

Die Brautleute geben einander die rechte Hand. Der Priester / Diakon wickelt seine Stola darum

Priester / Diakon: Gott, der Herr, hat Sie als Mann und Frau verbunden. Er ist treu. Er wird zu Ihnen stehen und das Gute, das er begonnen hat, vollenden. Im Namen Gottes und seiner Kirche bestätige ich den Ehebund, den Sie geschlossen haben. Sie, die Trauzeugen und alle, die zugegen sind, nehme ich zu Zeugen dieses heiligen Bundes. "Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen." (Mt 19,6)

Danach folgt die klassische Einladung zum Kuss. Die Leute freuen sich, klatschen, die Spannung lässt nach, die Stimmung ist gelöst... ;-)

~*~*~*~*~*~*~*

Soweit zum festgelegten Ritus.
Jetzt geht es um Sie:
Gestaltungsmöglichkeiten!

Die Hochzeit ist Ihr Fest. Wenn die Gäste nachher sagen: "Das hat zu den beiden gepasst", dann war es richtig. Dann haben Sie sich auch am wohlsten gefühlt. Es lohnt sich sehr, Zeit und Energie in eine gute Vorbereitung des Gottesdienstes zu investieren. Dann bekommen Sie die Feier viel bewusster mit inmitten all der Aufregung. Der Ablauf des Gottesdienstes ist weitgehend festgelegt, aber bei den einzelnen Elementen gibt es viel Spielraum.

Im Folgenden finden Sie Vorschläge zu:


Mit Musik geht alles besser!

Wenn Sie zur Feier der Hochzeit Orgelmusik wünschen,
können Sie gern eine Organistin / einen Organisten aus unserer
Gemeinde ansprechen und ihn/sie dafür „engagieren“.
Bitte haben Sie dafür Verständnis, dass Sie die Kosten (30-40 Euro)
für die Musiker selber tragen müssen. Auch eine professionelle Sängerin
können Sie bitten, die Tauffeier zu begleiten: Amy Rodenburg aus unserer
Gemeinde hat die Tel.-Nr. 04133-4451.

Hier die Telefonnummern unserer Organisten – bitte nehmen Sie selber Kontakt auf!


Frau Inge Nieberding:                         Tel. 04131-187475
Herr Egon Kretzer:                  Tel. 04131-54315
Herr Domagoj Andric:                         Tel: 04131-53259
Herr Kirchfeld:                          Tel. 05850-1608
Frau Cordula Weidelt:             Tel. 05823-7870
Frau Germeshausen:               Tel. 04131-56423

Wenn der Gottesdienst eine "Linie" hat, ist das von Vorteil. Vielleicht haben Sie ein Symbol, das Ihnen in Ihrer Beziehung viel bedeutet. Auch ein durchgehendes Thema ist möglich.

Zur musikalischen Gestaltung

Zu einem feierlichen Gottesdienst gehören Musik und Gesang. Ob Sie Orgel oder Keyboard bevorzugen, hängt von Ihrem Geschmack ab. Bei der Anmeldung im Pfarrbüro kann Ihnen die Sekretärin Namen und Telefonnummern der Organisten nennen, die bei uns ab und zu spielen. Wenn Sie einen gefunden haben, können Sie mit ihm die Instrumentalstücke absprechen, insbesondere Einzug und Auszug. Die Lieder können Sie auch mit ihm oder mit dem Priester besprechen. Für die Bezahlung des Organisten müssen Sie mit ca. 50,- Euro rechnen. Vielleicht kennen Sie jemand, der Gitarre oder Keyboard spielt und den Sie engagieren können. Das ist auch möglich. Gerätschaften einschließlich Gitarrenverstärker müssten Sie mitbringen. Eine schöne Solostimme hört man auch ganz gerne. Wir haben eine sehr talentierte professionelle Sängerin in unserer Gemeinde, die gerne bereit ist, bei Ihrer Hochzeit zu singen. Auch hier gilt: Die Bezahlung müssen Sie selbst vornehmen.

Bei der Auswahl der Lieder kommt es darauf an, dass die Anwesenden die Lieder kennen, bzw. wenn das nicht der Fall ist, dass sie vor dem Gottesdienst eingeübt werden (wer macht das?). Nichts schlimmer als wenn die Orgel spielt und tut und niemand singt mit. Inhaltlich sollten wenigstens einige der Lieder im weitesten Sinne auch mit Glaube und Gott zu tun haben.

Hier eine Auswahl gängiger oder schöner Lieder aus dem Gotteslob (GL):

GL 257: Großer Gott, wir loben dich
GL 258: Lobe den Herren
GL 262: Nun singt ein neues Lied dem Herren
GL 265: Nun lobet Gott im hohen Thron
GL 269: Nun saget Dank und lobt den Herren
GL 271: Das ist ein köstlich Ding (leider schwer zu singen!)
GL 289: Herr, deine Güt ist unbegrenzt
GL 291: Wer unterm Schutz des Höchsten steht
GL 300: Solang es Menschen gibt auf Erden
GL 558: Ich will dich lieben
GL 559: Mein schönste Zier
GL 621: Ich steh vor dir mit leeren Händen, Herr
GL 623: Worauf sollen wir hören
GL 637: Laßt uns loben, freudig loben
GL 638: Nun singe Lob, du Christenheit
GL 640: Gott ruft sein Volk zusammen
GL 642: Eine große Stadt ersteht
GL 830: Du, Herr, gabst uns dein festes Wort
GL 832: Ein Danklied sei dem Herrn
GL 902: Wende das Böse
GL 903: Laß uns in deinem Namen, Herr
GL 905: Gott erwartet euch
GL 909: Wo die Güte und die Liebe wohnt
GL 014: Erde singe
GL 016: Singt dem Herrn alle Völker und Rassen
GL 024: Gottes Liebe ist wie die Sonne
GL 025: Wie sichres Ufer ist die Liebe Gottes
GL 044: Liebe ist nicht nur ein Wort
GL 054: Kleines Senfkorn Hoffnung
GL 059: Manchmal feiern wir mitten am Tag


Das Feld der neuen geistlichen Lieder ist ein weites. Wenn Ihnen eher dieser Stil zusagt, dann kennen Sie sicher eine ganze Reihe davon. Im Zusammenhang mit der Musik stellt sich die Frage, ob ein eigenes Textheft gestaltet werden soll. Viele Brautpaare machen das als Erinnerung für sich und die Hochzeitsgäste. In diesem Heft werden alle Lieder und Lesungstexte abgedruckt, vielleicht noch ein Gruß- oder Dankeswort des Brautpaares.

Bibelstellen zur Auswahl

Damit diese Seite nicht zu lang wird, sind hier nur die Bibelstellen angegeben, die Inhalte finden Sie in Ihrer eigenen Bibel. 

Aus den Evangelien:

Matthäus 5,1-12a: Bergpredigt, Seligpreisungen
Matthäus 5, 13-16: Ihr seid das Licht der Welt
Matthäus 7, 21.24-29: Das Haus auf Felsen bauen
Matthäus 19, 3-6: Was Gott verbunden hat, das darf der Mensch nicht trennen.
Matthäus 20,25-28: Der Menschensohn ist gekommen, um zu dienen.
Matthäus 22,35-40: Das Liebesgebot
Markus 10, 6-9: Die zwei werden ein Fleisch sein
Lk 12,22b-31: Ängstigt euch nicht!
Johannes 2, 1-11: Die Hochzeit zu Kana
Johannes 14, 12-17: Wer meine Gebote hält, der ist es, der mich liebt.
Johannes 15, 9-12: Bleibt in meiner Liebe
Johannes 15, 12-16: Dies trage ich euch auf: Liebt einander!
Johannes 17, 20-26: Ich will, daß alle eins sind

Aus dem Alten Testament:

Genesis 1, 26-28: Gott schuf den Menschen als Mann und Frau
Genesis 2,18-24: Und die zwei werden ein Fleisch
Genesis 24, 48-51,58-67: Isaak und Rebekka
Rut 1,14-17: Dein Volk ist mein Volk, und mein Gott ist mein Gott
Tobit 7,6-14: Der barmherzige Gott schenke euch viel Glück.
Tobit 8, 4b-8: Hab Erbarmen mit mir, und laß mich gemeinsam mit Sara ein hohes Alter erreichen!
Sprichwörter 3,3-6: Nie sollen Liebe und Treue dich verlassen
Hoheslied 2, 8-10,14,16a; 8, 6.7a
Sprichwörter 31,10-31: Eine gottesfürchtige Frau verdient Lob
Jeremia 31, 31-32a, 33-34a: Der neue Bund
Hos 2,21-22: Ich traue mich dir an auf ewig

Aus dem Neuen Testament:

Römerbrief 8, 31b-35.37-39: Was kann uns scheiden von der Liebe Christi?
Römerbrief 12, 1-2.9-18: Bringt euch selbst als lebendiges Opfer dar, das Gott gefällt.
Römerbrief 13, 8-10: Die Liebe schuldet ihr einander immer!
Römerbrief 15, 1b-3a.5-7.13: Nehmt einander an, wie auch Christus uns angenommen hat
1 Korinther 6, 13c-15a.17-20: Eurer Leib ist ein Tempel des Heiligen Geistes
1. Korintherbrief 12,31 - 13,8a: Hätte ich die Liebe nicht, nützte es mir nichts
Epheserbrief 3, 14-21: Die Liebe Christi verstehen
Epheserbrief 4, 1-6: Bewahrt die Einheit des Geistes
Epheserbrief 4, 23-24.32 - 5,2: Liebt einander, weil auch Christus uns geliebt hat
Epheser 5, 1-2a.21-33: Dies ist ein tiefes Geheimnis; ich beziehe es auf Christus und die Kirche
Philipperbrief 4, 4-9: Der Gott des Friedens wird mit euch sein
Kolosserbrief 3, 12-17: Vor allem liebt einander, denn die Liebe ist das Band, das alles zusammenhält und vollkommen macht
Hebräerbrief 13, 1-4a.5-6b: Die Ehe soll in Ehren gehalten werden
1. Petrusbrief 3, 1-9: Seid alle eines Sinnes, voll Mitgefühl und brüderlicher (geschwisterlicher) Liebe
1. Johannesbrief 3, 18-24: Wir wollen in Tat und Wahrheit lieben
1. Johannesbrief 4, 7-12: Gott ist die Liebe
Offenbarung 9, 1.5-9a: Selig, wer zum Hochzeitsmahl des Lammes eingeladen ist


Selbstverständlich können Sie auch eine Stelle auswählen, die nicht hier aufgeführt ist.

Fürbitten / eine Auswahl:

In den Fürbitten betet die versammelte Gemeinde für das Brautpaar, dessen Familien, die lebenden und verstorbenen Verwandten und Paten, aber auch in den Anliegen der Kirche und der Welt, besonders für alle Eheleute und Familien. Die einzelnen Bitten können von verschiedenen Personen gesprochen werden. Sie können diese aus den nachfolgenden Beispielen auswählen oder sie selber formulieren (wäre schöner!). Einleitung und Abschluss der Fürbitten sind immer Aufgabe des Priesters.

Fürbitten 1

Zelebrant: Jesus Christus ist der Bruder und Freund der Menschen, - er weiß um einen jeden von uns und kennt die Wünsche unseres Herzens. Ihn bitten wir an diesem Hochzeitstag:

Zelebrant: Herr, unser Gott, du willst das Glück der Menschen. Dafür preisen wir dich in dieser Stunde und zu allen Zeiten in der Einheit des Heiligen Geistes durch Christus, unseren Herrn.

Alle: Amen.

Fürbitten 2

Zelebrant: Unser Herr Jesus Christus liebt die Menschen und will, dass ihr Leben unter seinem Anspruch und Zuspruch gelingt. Darum bitten wir ihn:

Zelebrant: Allmächtiger Gott, dein Sohn hat gesagt: Bittet, und ihr werdet empfangen. Wir sind ihm gefolgt und haben unsere Bitten ausgesprochen. So haben wir das feste Vertrauen, dass du uns erhörst durch ihn Christus unseren Herrn.

Alle: Amen.

Fürbitten 3

Zelebrant: Im Namen unseres Herrn Jesus Christus versammelt, wenden wir uns voll Vertrauen an unseren Fürsprecher beim Vater im Himmel.

Zelebrant: Denn in deinem Kommen, Herr Jesus Christus, hat Gott uns seine Treue erwiesen. Durch dich preisen wir den Vater in der Einheit des Heiligen Geistes, jetzt und in Ewigkeit.

Alle: Amen.

Fürbitten 4

Zelebrant: Lasset uns beten:

Zelebrant: Darum bitten wir dich, gütiger Gott und Vater, durch unseren Herrn Jesus Christus. Durch ihn sei dir Ehre und Preis, Lob und Dank in der Einheit des Heiligen Geistes, jetzt und in Ewigkeit.

Alle: Amen.

Fürbitten 5

Zelebrant: Wenn Menschen sich verschenken, die Liebe bedenken, dann kann das Leben zum Blühen kommen. Dich, der du die Liebe bist, bitten wir:

Guter Gott, wir möchten heute an die Verstorbenen der Familien denken und an alle, die uns nahe standen. Vollende du ihr Leben in deiner Herrlichkeit.

Trausprüche

In manchen Gegenden ist es üblich, dass sich das Brautpaar einen Trauspruch wählt, gleichsam als Motto für das gemeinsame Leben. Zwar ist es nicht notwendig, einen Trauspruch zu haben, aber er kann einem, besonders nach einigen Jahren, neue Impulse geben.

 

Spezielle Fragen zur Hochzeit

Aus nahe liegenden Gründen sind die Formalitäten am einfachsten zu erledigen, wenn beide Partner katholisch sind. Da die Liebe aber hinfällt, wo sie will, kommt dieser Fall – gerade hier in der Diaspora – eher selten vor. Erste diesbezügliche Fragen kann Ihnen die Sekretärin beantworten; auch beim Gespräch mit dem trauenden Geistlichen wird es darum gehen. Aber hier schon mal einige Hinweise:

katholisch + evangelisch = ökumenisch?
So einfach ist es leider (noch) nicht.
Da es keine „Ökumenische Kirche“ gibt,
gibt es streng genommen auch keine
„Ökumenische Hochzeit“.

So sieht es das Kirchenrecht. Im Verständnis der Leute gilt aber eine Hochzeit als „ökumenisch“, wenn dabei Pastoren beider Konfessionen „mitgemacht“ haben. In jedem Fall müssen Sie die Hochzeit in beiden Konfessionen anmelden und das Gespräch mit dem kath. Priester führen.
Für die Durchführung der Hochzeit gibt es dann zwei Möglichkeiten:

1.      katholische Hochzeit: Die Feier läuft nach katholischem Ritus in einer katholischen Kirche ab. Evtl. kann ein evangelischer Pfarrer dabei sein und einige Gebete sprechen, muss aber nicht.

2.      evangelische Hochzeit: genau umgekehrt: Die Feier läuft nach evangelischem Ritus in einer evangelischen Kirche. Evtl. kann ein katholischer Pfarrer dabei sein und die Predigt halten, es muss aber nicht sein. Für die Gültigkeit Ihrer evangelisch gefeierten Hochzeit auch nach katholischem Verständnis braucht es für den katholischen Teil die sog. Dispens von der Formpflicht. Es ist kein Problem, diese Dispens zu bekommen, aber sie ist auch notwendig, damit die Ehe kirchenrechtlich gültig ist.

Hochzeit zwischen Ausländern bzw. Auslandsdeutschen

Hier ist es oft schwierig, einen Taufschein zu besorgen. Bitte bringen Sie rechtzeitig in Erfahrung, ob ein Taufschein existiert bzw. besorgt werden kann. Wenn das nicht möglich ist, sollten Sie jemand haben, der die Taufe bezeugen kann.


Schon mal verheiratet gewesen

In diesem Fall ist eine weitere Heirat kirchlicherseits meist nicht möglich. Aber wie immer bestätigen Ausnahmen die Regel. Hier ist in jedem Fall ein Gespräch mit dem Priester nötig, um die Situation und die Rechtslage zu klären. Falls eine sakramentale Eheschließung nicht möglich ist, gibt es immer noch die Möglichkeit eines Segensgottesdienstes.


Wenn ein Partner nicht Christ ist oder gar nicht an Gott glaubt

... können Sie trotzdem kirchlich heiraten. Für diesen Fall gibt es spezielle Texte, die auf die jeweilige "Glaubenslage" Rücksicht nehmen. Niemand muss also etwas gegen seine Überzeugung sagen (aber: die Auffassung von der Ehe muss so sein, wie die Kirche sie sieht!). Schwierig wird’s, wenn einer der Ehepartner katholisch ist, der andere aber aus der kath. Kirche ausgetreten ist. 

 

Sicherlich bleiben Fragen offen. Diese Seite soll nur eine erste Information für Sie darstellen. Freuen Sie sich auf das Gespräch mit dem Pfarrer, Kaplan oder Diakon, und notieren Sie sich schon jetzt alles, was Ihnen unklar ist. Zum Schluss eine Anregung zu einem partnerschaftlichen / gemeinsamen Gebet. Warum nicht gleich jetzt!

 





Gebet des Brautpaares:

Da ist jemand neben mir,
der kann schweigen und hören,
kann den Rhythmus meiner Schritte teilen
und mir Zeit lassen zum Nachdenken.
Wir können unsere Gedanken
nebeneinander legen,
verschenken,
annehmen,
weiterführen,
verwerfen
oder festhalten.
Wir dürfen deinen Heiligen Geist,
Gott, spüren,
der mit uns geht,
der in uns lebt,
während wir uns einander zuwenden
und dir schweigend Raum geben.
Ein Stückchen Himmel
neigt sich uns entgegen
und eine Ahnung von Weite
und Glück.
Danke,
dass Du uns
zusammengeführt hast.

Amen.